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PROLOG

Juni und Juli sind  jung - Tumult!

Früher stand die Jugendkultur im Zeichen der Rebellion. Sie lebte von der Resonanz der schockierten Bürger. Jeder, der über dreißig war, galt als „Spießer“. Dröhnende Musik, unangepasster Look und Rebellion gegen die Werte der Alten – Hauptsache man konnte provozieren!

„Wir taten so, als ginge es uns um die Gesellschaft, aber in erster Linie ging es uns um den Nachbarn von nebenan“ (David Bowie 1947-2016)

Und heute? Laut der neuesten Sinus-Studie ist die Jugend von heute überangepasst. Sie verfügt über eine hohe Leistungsbereitschaft, wünscht sich stabile Beziehungen und orientiert sich schon früh an den Erwachsenen. Alle wollen Mainstream sein.

Wir in Ingolstadt machen TUMULT und das schon im vierten Jahr!

Dort wird auf Graffiti-Wände geschmiert, an der Halfpipe gejammed, in Hiphop und Breakdancebattles gegen einander angetreten und im Klenzepark gelärmt. Es wird aber auch das Tanzbein geschwungen, Kurzfilme geguckt, Theater gespielt, Reggae genossen und mit der Fackel geworfen.

Achtung Kultur! Kostet das was? Ja.

Kultur kostet Einsatz, Nerven, Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit, Wertschätzung und Geld. Wie viel es letztlich braucht, ist von Projekt zu Projekt verschieden. Wir vom Stadtjugendring geben jedenfalls Jahr für Jahr unser Bestes, der Ingolstädter Jugendkultszene eine Plattform zu bieten. Mal sehen, was heuer geboten wird!

Ich freu mich drauf!

Andreas Utz

1. Vorsitzender des SJR Ingolstadt

TUMULT

GRUßWORT

Liebe Jugendkultur interessierte Ingolstädter,

Der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker schrieb in seiner Rede bei der Entgegennahme der Denkschrift "Kultur in Berlin" September 1991:

(…) „Substanziell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Haushalte zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. 

So freuen wir uns, das Jugendkulturfestival TUMULT auch 2016 wieder stattfinden lassen zu können. Ingolstädter Trendsportler, Kultur- und Kreativschaffende der Jugendkulturszene zeigen heuer bereits im Juni und Juli, was sie bewegt und laden zum Mitmachen ein. So bildet TUMULT eine ideale Plattform für Interaktion und Präsentation für alle, die sich mit Jugendkultur befassen.

Mit dem Farblos-Nahtlos-Stromlos-Festival feiert die Kunst- und Kultur Bastei ihr 10 jähriges Jubiläum. Seit so vielen Jahren bereichert die Kinder- und Jugendkunstschule das Kulturleben unserer Stadt und teilt ihr Engagement auch immer mit dem TUMULT Festival. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle.

(…) Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert.“ (Richard von Weizsäcker, 1920-2015)

In dem Sinne wünsche ich allen Organisatoren und Besuchern erfüllende Veranstaltungen und spannende Begegnungen.

Gabriel Engert

Referent für Kultur, Schule und Jugend

TUMULT - was ist das ?

Was 2010 mit der Vorstellung der Ingolstädter Jugendkulturszene begann, entwickelte sich in den letzen Jahren zu einem Festival mit diversen Events für Jugendliche.

2010 der SJR stellt die Ingolstädter Jugendkulturszene vor, um das gesamte Spektrum jugendkultureller Vielfalt in Ingolstadt sichtbar zu machen

2011 die Jugendkulturszene wächst weiter, vom Maxi-DSL-Band-Contest über Ghost-Cons und Streetball-Nights bis hin zum Break-Dance-Festival "King of the Streets", den Hip-Hop-Acts des Integrationsprojektes BOOMTOWNRAPS,  über das größte Graffiti-Festival Süddeutschlands - "La grande schmierage"

2012 untereiner gemeinsamen Website finden alle Jugend-Kultur-Schaffenden, Einrichtungen und Träger Termine und Aktionen. Ein weiterer Baustein zur Vernetzung und Entwicklung einer aktiven Jugendkulturszene in Ingolstadt.

2013 das 1. Tumult Festival wird ins Leben gerufen, seitdem steht der Monat Juli im Zeichen der Jugendkultur

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